Fachgebiet Obstbau

Unsere Forschungsprojekte ranken sich um die Schwerpunkte

Seit 1982 werden diverse Verfahren zur chemischen Analyse von  Polyphenolen aus komplexen pflanzlichen Matrizes erarbeitet. „Fingerprint“-Analysen unter Verwendung von Polyphenol- profilen werden beispielsweise eingesetzt, um eng verwandte Genotypen und Sorten chemotaxonomisch zu unterscheiden. Sensitive und selektive Protokolle werden entwickelt, um abwehrrelevante Inhaltsstoffe in Pflanzen chemisch-analytisch und histochemisch zu detektieren. Ein Fokus liegt auf dem spezifischen Nachweis von Flavanolen (Catechine, Proanthocyanidine) die zwar in Früchten weit verbreitet sind, aber mit konventionellen Methoden nur schwer erfasst werden können. 

Das Profil der Sekundärstoffe in Pflanzengeweben hängt stark vom Entwicklungsstadium der Gewebe und von Umweltbedingungen ab. Es werden Verfahren zur gezielten Beeinflussung des pflanzlichen Sekundärstoffwechsels mit dem Ziel einer gesteigerten Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und Pathogenen erforscht.

Seit 2005 ist die Züchtungsforschung bei der Europäischen Pflaume (Prunus domestica) verstärkt worden. Dabei stehen die Physiologie und die genetische Determinierung von Wirt-Parasit-Interaktionen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. So werden etwa die Scharka- und Moniliaresistenz bei Pflaume und Zwetsche untersucht. Die umfangreichen Züchtungsarbeiten zielen auch darauf ab, hohes Resistenzniveau mit herausragender Fruchtqualität zu kombinieren.


 Drucken