Persönlicher Status und Werkzeuge

Sprachwahl

<< back


Optimierung des Rutin- und Procyanidingehaltes bei Buchweizen (F. esculentum) durch Züchtung


Buchweizen gehört mit einer weltweiten Produktion von 3,2 Mio. t zu den züchterisch und anbaumäßig eher vernachlässigten Pflanzenarten.
Diese Vernachlässigung geht auf die sehr geringen Kornerträge zurück, hervorgerufen durch die Selbstinkompatibilität der Blüten (Kornansatz 12%). Diese kann jedoch durch die Entdeckung der Wildart F. homotropicum, welche homostyl und damit selbstfertil ist, züchterisch behoben werden.

Buchweizen (F. esculentum) besitzt ein großes Spektrum an Inhaltsstoffen in Form von hohen Stärke-, B-Vitamin-, Proteingehalten und bioaktiven Stoffen. Der hohe Lysingehalt sowie der Gehalt anderer essentieller Aminosäuren verleiht ihm eine höhere biologische Wertigkeit als Weizen. Der Buchweizensamen enthält in Mengen von bis zu 5 % das antioxidativ wirksame Flavonol Rutin, welches im medizinischen Bereich vor allem bei venösen Erkrankungen eingesetzt wird. In den Blättern sind bis zu 8 % (TS) Rutin enthalten. Das Korn enthält außerdem verschiedene Hydroxyzimtsäuren, Flavanole und Procyanidine.

Die Gehalte der Inhaltsstoffe spielen für den späteren Verwendungszweck des Korns eine bedeutende Rolle. Während für die tierische Ernährung niedrige Procyanidingehalte notwendig sind, um eine vollständige Verdauung des Buchweizenproteins und damit eine gute Gewichtszunahme bei den Tieren gewährleisten zu können, sollte bei der menschlichen Ernährung auf hohe Flavonol- und Procyanidingehalte geachtet werden, um die gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Verbindungen nutzen zu können.

Durch die als Ziel gesetzte Optimierung des Rutin- und Procyanidingehaltes in den Samen, sowie  der Verbesserung des Kornertrages, des Einzelkorngewichtes, des Samensitzes und determinierten Wuchses, soll der Buchweizen wieder als Nahrungspflanze wirtschaftlicher werden. Zudem soll durch gezielte Kreuzung von vorselektierten Linien mit hohen bzw. niedrigen Rutingehalten Rückschlüsse auf die Vererbung von Rutin gezogen werden.