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Feuerbrand

Feuerbrand und Resistenzinduktion


Auch dem gefürchteten Feuerbrand setzen Äpfel und Birnen eine Barriere aus phenolischen Sekundärstoffen entgegen.

Genau wie bei vielen anderen Krankheiten (auch Apfelschorf) kommt diese natürliche Abwehrreaktion häufig zu spät. Schließlich haben es auch Pathogene im Lauf der Evolution gelernt, ihre Wirtspflanze zu überlisten. Es liegt daher auf der Hand, nach Möglichkeiten zu suchen, das natürliche pflanzliche Abwehrverhalten gezielt zu aktivieren. Nur wenn die Biosynthese von Abwehrstoffen rechtzeitig und schnell genug erfolgt, können Pathogene wirksam abgewehrt werden. Das setzt genaue Kenntnis der Biosynthese von Phenylpropanoiden und Flavonoiden voraus.
In einem europäischen Verbundprojekt mit Partnern der TU Wien, der Universität Bologna, der BASF und dem Lehrstuhl für Zierpflanzenbau der TUM konnte die Wirkungsweise eines Resistenzinduktors aufgeklärt werden. Ein als Wachstumsregulator zur Hemmung übermäßigen Sprosswachstums entwickeltes Anti-Gibberellin (Prohexadion-Ca ®) zeigte in Feldversuchen Nebenwirkungen gegen Feuerbrand, gegen Apfelschorf, gegen Botrytis an der Rebe, gegen Mehltau am Pfirsich und einiges mehr. Der Mechanismus dieser für den Obstbau positiven Effekte konnte lückenlos von der chemischen Analytik über die biochemischen Zusammenhänge bis zur Molekularbiologie aufgeklärt werden. Damit sind die wissenschaftlichen Voraussetzungen geschaffen, den Wirkungsgrad zu verbessern und auf ein von der Praxis gefordertes hohes Niveau zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auf der EU-Feuerbrand-Projekt Seite.