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Resistenzforschung

"Integrierter Pflanzenschutz" im Jahre 1960


Die Spritzversuche zur Bekämpfung der Kräuselkrankheit an Pfirsich (1959-1961) könnte man heute unter den Gesichtspunkt des integrierten Pflanzenschutzes einordnen. Dazu wurde neben einer Mittelprüfung auch die geeignete Ausbringungszeit ermittelt. Die Wiederholungsbehandlung mit Cupravit im Frühjahr 1960 erwies sich als unnötig. Die Spritzempfehlung lautete am Versuchsende, im Herbst mit Kupfer oder geeigneten organischen Fungiziden zu spritzen und im Frühjahr im Stadium des Knospenschwellens eine Schwefel-Spritzung folgen zu lassen. Bei weniger empfindlichen Sorten sowie erfahrungsgemäß schwachem und durch die Witterung wenig begünstigtem Befall kann unter Umständen auch eine einzige, sorgfältige Behandlung ausreichend sein. In diesem Fall ist der Frühjahrsbehandlung der Vorzug zu geben. Außerdem ist die Empfehlung: "Alle Spritzmaßnahmen sind durch eine sonstige gute Pflege der Bäume, insbesondere ausreichende Düngung und einen zweckmäßigen Schnitt, zu ergänzen" dreißig Jahre später eine Kernaussage im integrierten Pflanzenbau.

Ergebnisse des Spritzversuches gegen Kräuselkrankheit an Pfirsich 1959/1960

Behandlung

Bonitierung des Befalls (0=frei, 5=sehr stark)

Unbehandelt

4,6

Cupravit 2% November 1959

1,2

Cupravit 2% November 1959+

 

Cupravit 2% März 1960

1,2

selinon 1%

1,3

Fuklasin 0,2%

1,6